Der junge Kulturkanal

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© Falk von Traubenberg

DIE WALKÜRE von RICHARD WAGNER

Der Musengaul-Opernführer. Ehrlich, witzig und charmant.

von Annabell Thiel, Nick Sternitzke

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Ich liebe Wagners Musik mehr als die irgendeines anderen Komponisten. Sie ist so laut, dass man die ganze Zeit reden kann, ohne dass die anderen Leute hören, was man sagt. 

(Oscar Wilde)

Sicherlich hat Herr Wilde mit seiner Argumentation nicht ganz unrecht - aber dennoch lohnt es sich, bei Wagner (und gerade bei Wagner!) genauer hinzuhören. Seine Musik ist bis heute ein Faszinosum. Sie begeistert, sie verstört, sie erdrückt einen unter ihren unersättlichen Klangergüssen. Wagner und seine Musik polarisieren: für die einen betörend, für die anderen bloßer parfümierter Qualm. Aber eines ist diese Musik zweifellos - sie ist reich. Ein Ozean

Ein ebensolcher ist Wagners Opus Magnum DER RING DES NIBELUNGEN. Eine monumentale Tetralogie (die WALKÜRE ist lediglich der zweite Teil) - eine Zerreißprobe für Zuschauer, Sänger und Musiker. Doch genug der Angst einflößenden Worte! Vor dem RING muss man sich nicht fürchten, noch weniger sollte man sich einschüchtern lassen. Schließlich sind die Themen des RINGS im Vergleich zu seinen Protagonisten (Göttern, Zwergen, Helden und Riesen) doch sehr menschlich: Wer den Ring hat, hat die Macht. Wer die Macht allerdings haben will, darf nicht lieben. Und so beginnt die Jagd nach dem Gold. Eine Jagd, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Siegen, Scheitern und Untergehen. Am Ende steht ein Neuanfang - Platz für eine neue Welt.

Bevor aber der Rhein über die Ufer tritt und wie eine Sintflut alles Gewesene unter sich begräbt, die Welt wieder rein macht - ein sagenhaft-hörbarer Streifzug durch die Handlungswirren der WALKÜRE.

Hojotoho!

 

DIE WALKÜRE - Ab dem 11.12.2016 am Badischen Staatstheater Karlsruhe.

[Weitere Infos zum Neuen Karlsruher RING hier.]

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